Eigentümer Info

Ventile sizten fest und verursachen Ärger, Zeit und Kosten         (15.11.2021)

Alle Ventile innerhalb von Wohnungen können sich im Laufe der Zeit „festsetzen“. Dies führt  zum Funktionsausfall. Bei Heizkörpern bleiben diese kalt,  Absperr- und Eckventilen können nicht mehr zugedreht werden.
Es empfiehlt sich deshalb, Ventile in regeläßigen Abständen (bei Heizungen alle 3 Monate, bei Absperrventilen alle 6 Montae) kurzzeitig vollstänig zu öffnen/bzw. zu schließen.

Wasserschäden sind  arbeits- und kostenintensiv und führen zu einer Vielzahl von Belastungen   (26.10.2021)

Deutlich und stetig  steigenden Schadenquoten im Gebäudeversicherungsbereich führen immer häufiger zu entsprechenden Konsequenzen. Die Versicherer fordern bei hohen Schadenquoten Erhöhung der Jahresprämien und/oder hohe Selbstbeteiligungen im Schadenfall. Als letzte Konsequenz wird im Schadenfall der Vertrag außerordentlich gekündigt.

Abgesehen von den wirtschaftlichen Mehrbelastungen bei hohen Schadenquoten stellen Wasserschäden für alle Betroffenen einen  erheblichen Bearbeitungsaufwand da. Für den Bewohner entstehen bei größeren Schäden umfangreiche Belastungen (Ortung, Behebung, Trocknung und Wiederherstellung).

Oft entstehen  Wasserschäden durch kleine Ursachen, die durch wenig Aufwand vermieden werden könnten. Selbstnutzende Wohnungseigentümer und Vermieter sollten deshalb nachfolgende Hinweise beachten:

1. Oft führen schadhafte Anschlussfugen von Bade- bzw. Duschwannen zu größeren Schäden. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Fugen in Feuchträumen. Gleiches gilt auch für Verfugungen von Fliesen in Nassbereichen.

2. Auch Anschlüsse von Waschmaschinen, Spülmaschinen o. ä. sollten regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem sind Aquastopsysteme an Schlauchanschlüssen dringend zu empfehlen.

3. Wenn Ablaufsiebe von Bade- und Duschwanne zur Reinigung entfernt oder gelöst werden, müssen diese wieder ordnungsgemäß und fest eingesetzt werden.

4. Oft führen auch fehlende Versiegelungen hinter Rosetten von Armaturanschlüssen zu Wasserschäden.

5. Umbauten oder Reparaturen im Heizungs- Sanitärbereich sollten, schon wegen evtl. Regressansprüche im Schadenfall, ausschließlich durch kompetente Handwerker ausgeführt werden.

6. Fallen Ihnen Veränderungen an Wand- und Deckenbereichen (bräunliche Verfärbungen, Schimmelbildung o. ä.) auf, informieren Sie umgehend Ihre Verwaltung. Diese wird mit Ihnen gerne die Zuständigkeiten und die weitere Bearbeitung abklären.

7. Schließen Sie für einen evtl. Schadenfall unbedingt eine private Haftpflicht- und Hausratversicherung ab. Als Vermieter können Sie Ihren Mieter über den Mietvertrag zum Abschluss verpflichten. Ein Bespiel: Sollte die Wohnung unbewohnbar sein trägt die Gebäudeversicherung bei Mietern zwar die Mietminderung, i. d. R. aber nicht evtl. notwendige Unterbringungskosten. Eine Hausratversicherung deckt je nach Vertrag  die Unterbringungskosten. Außerdem reguliert die Gebäudeversicherung keinerlei Schäden an „beweglichen“ Gegenständen, die Hausratversicherung aber schon.

Sehr geehrte Wohnungseigentümer/innen,                                                                     (01.03.2021)

mit Wirkung zum 01.12.2020 ist das neue Wohnungseigentumsgesetzt (WEMoG) in Kraft getreten. Im Rahmen dieser Reform ist nicht nur das Wohnungseigentumsgesetz in wesentlichen Punkten novelliert, sondern in diesem Zuge auch andere wichtige Vorschriften angepasst worden.

Nachfolgend geben wir Ihnen kurz und stichpunktartig einige der wesentlichen Änderungen bekannt:

  • Eigentümerversammlungen sind in Zukunft unabhängig von der Teilnehmerzahl immer beschlussfähig. Die Mindesteinladungsfrist für Versammlungen beträgt drei Wochen. Diese Mindestfrist gilt auch für den Eingang von Anträgen zur Tagesordnung. Für Vollmachten, für Anträge und schriftliche Umlaufbeschlüsse genügt die Textform.
  • Reine Onlineversammlungen sind auch in Zukunft nicht möglich. Die Eigentümergemeinschaft kann aber im Einzelfall durch Mehrheitsbeschluss die Onlineteilnahme an Versammlungen beschließen.
  • Für eine Vielzahl von Beschlüssen reicht zukünftig eine einfache Mehrheit aus (z. B. bauliche Veränderungen, Änderungen von Kostenverteilungen).
  • Der Wohnungseigentümergemeinschaft obliegt die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums.
  • Der Verwalter vertritt die Eigentümergemeinschaft im Außenverhältnis uneingeschränkt (Ausnahme Grundstücksankauf und Darlehnsaufnahme) und im Innenverhältnis als eine Art Geschäftsführer.
  • Die Eigentümer haben Anspruch auf einen Verwalter mit Sachkundenachweis. Der Verwalter kann durch Mehrheitsbeschluss auch innerhalb des Bestellungszeitraumes abberufen werden.
  • Zukünftig können auch Sondernutzungsbereiche (z. B. PKW-Stellplätze) zum Sondereigentum erklärt werden.
  • Ein Verwaltungsbeirat kann aus einer beliebigen Zahl von Eigentümern bestehen. Er unterstützt den Verwalter bei der Durchführung seiner Aufgaben. Er kann den Verwalter überwachen, hat aber gegenüber dem Verwalter keine Weisungsbefugnis. Der Beirat haftet bei unentgeltlicher Tätigkeit ausschließlich bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
  • Die Eigentümer haben einen einklagbaren Anspruch auf Barriere-Reduzierung und E-Mobilität.
  • Das WEG Recht wird mit dem Mietrecht harmonisiert (wichtig bei abweichenden Kostenverteilerschlüsseln).
  • Gemäß aktueller Rechtsprechung sind Heizkörper und auch Thermostatventile dem Sondereigentum zuzuordnen, wohingegen alle Zu- und Ableitungen bis zur ersten Absperrung/Verteilung auch bis in die Wohnung dem Gemeinschaftseigentum zugeordnet werden.

Für Rückfragen rufen Sie uns gerne an.